Die 12 Geschworenen

von Reginald Rose

 

Es ist der heißeste Tag des Jahres. Ein Gewitter liegt in der Luft. An diesem Tag findet der letzte Tag eines schwerwiegenden und an sich eindeutigen Mordprozesses mit schier erdrückender Beweislast statt: Ein 19jähriger aus einem Slumviertel hat kurz nach Mitternacht im Streit seinen Vater mit einem extrem auffälligen Springmesser erstochen.
Die Anklage präsentierte zwei glaubhafte Zeugen. Beide haben den Jugendlichen bei Ausführung der Tat beobachtet und ihn kurz darauf wegrennen gesehen. Reginald Roses Stück "Die zwölf Geschworenen" setzt mit dem Ende der Verhandlung ein, als sich die Geschworenen zur Beratung zurückziehen.
Wir lernen zwölf New Yorker Männer völlig unterschiedlichen Charakters und Temperaments kennen, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, bestimmt worden zu sein, in diesem Mordprozess einen einstimmigen Schiedsspruch zu fällen. In einem engen, von der Außenwelt abgeschlossenen Raum beraten sie darüber. Da der Fall eindeutig ist, wird mit einem raschen Ende der Sitzung gerechnet.
Elf der Geschworen sind sich sofort einig: Der Angeklagte ist schuldig. Einer jedoch wagt es, gegen den Strom zu schwimmen und stellt sich gegen die Mehrheit: Er hat einen "begründeten Zweifel" und plädiert deshalb für nicht schuldig. Die Entscheidung über Leben und Tod eines Menschen ist ihm mindestens eine faire Diskussion wert.
Das Unverständnis der Mitgeschworenen ist groß. Sie versuchen, den Zweifler mit mehr oder weniger stichhaltigen Argumenten von ihrem Schuldspruch zu überzeugen. Detailgenau werden noch einmal die Zeugenaussagen besprochen, die Tatwaffe erneut betrachtet, ebenso wie der Wohnungsplan und das Motiv. Und plötzlich, nach genauerer Analyse, scheinen die Beweise keineswegs mehr eindeutig und unumstößlich. Die hitzigen Gemüter stoßen aufeinander, alte Vorurteile und Wunden brechen wieder auf, Reibereien, Streitigkeiten, verletzende Bemerkungen bestimmen die Diskussion. Die Atmosphäre in dem kleinen, stickigen Raum ist zum Zerreißen gespannt. Doch nach und nach wird die Distanz der Geschworenen zum Fall und seinem Angeklagten geringer, die Mauer der Vorurteile und schnellen Schlußfolgerungen brüchig... Wie hoch ist das Risiko, einen Verbrecher ungestraft davonkommen zu lassen?

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